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01.02.2017

Eine nationale Strategie für Open Access, der offenen Publikation von wissenschaftlichen Artikeln

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19.01.2017

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Eine nationale Strategie für Open Access, der offenen Publikation von wissenschaftlichen Artikeln

Die Plenarversammlung von swissuniversities, der Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen, hat am Dienstag, 31. Januar 2017 eine nationale Open-Access-Strategie verabschiedet. Diese hat zum Ziel, der Öffentlichkeit wissenschaftliche Publikationen so rasch wie möglich über das Internet oder über offene Datenbanken zugänglich zu machen. Momentan sind viele solcher Artikel gemäss den von den kommerziellen Verlagen festgelegten Bedingungen greifbar. Diese Strategie wurde im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) erarbeitet und wird nun dem Schweizerischen Hochschulrat (SHK) übergeben.

Die Open-Access-Strategie enthält die Vision, dass bis im Jahr 2024 alle öffentlich finanzierten Publikationen frei zugänglich sein müssen. Allgemein ist es erwünscht, dass 2024 alle wissenschaftlichen Publikationen in der Schweiz Open Access zur Verfügung stehen. Diese Vision orientiert sich an den aktuellen europäischen Modellen. Um diese Vision umzusetzen, wurden verschiedene Aktionsfelder festgelegt, die darauf abzielen, die Open-Access-Praktiken in der Schweiz abzugleichen, die Verhandlungen mit den Verlagen und die Anreize bei den Forschenden zu stärken sowie neue Publikationsarten zu prüfen. Im Frühling 2017 wird von swissuniversities in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Partnern (SNF, SBFI, Hochschulbibliotheken) ein Aktionsplan erstellt, der nach einer Analyse und Konsultationsphase im Herbst definitiv verabschiedet werden soll. Die Finanzflussanalyse im Bereich der wissenschaftlichen Publikationen, die von englischen Experten im Auftrag des SNF und des Programms "Wissenschaftliche Information" von swissuniversities durchgeführt wurde und die ein pragmatisches und flexibles Modell empfiehlt, wird ebenfalls als Arbeitsgrundlage für den Aktionsplan dienen.

Das Konzept Open Access entwickelt sich international seit zehn Jahren stark und viele Länder verfolgen diesbezüglich eine klare Politik. Open-Access-Praktiken gewinnen weltweit an Bedeutung: sie sind Ausdruck davon, dass öffentlich finanzierte Forschungsergebnisse ein öffentliches Gut darstellen, das nur dann vollumfänglich genutzt werden kann, wenn alle freien und unbeschränkten Zugang dazu haben. Im Bewusstsein um die Wichtigkeit dieser internationalen Initiativen und um die Kosten für den Zugang zur wissenschaftlichen Information auf dem schweizerischen Forschungsplatz hat das SBFI swissuniversities beauftragt, zusammen mit dem SNF eine nationale Open-Access-Strategie zu erarbeiten. swissuniversities hat daraufhin eine Arbeitsgruppe bestehend aus den verschiedenen Partnern zusammengestellt. Diese hat einen Strategie-Entwurf verfasst, der letzten Herbst bei allen Hochschulen in Konsultation ging. Das Resultat dieser Arbeiten wurde zuerst vom SNF und am 31. Januar 2017 von der Plenarversammlung, d.h. von den Mitgliedern von swissuniversities, verabschiedet.

Die von swissuniversities verabschiedete Strategie wird nun der SHK für die Sitzung vom Februar 2017 zur zustimmenden Kenntnisnahme übergeben. Sobald der Aktionsplan die zur Umsetzung nötigen Schritte und Ressourcen geklärt hat, wird er der SHK übergeben, damit sich diese abschliessend zur Umsetzung der nationalen Strategie zu Open Access äussern kann.

Kontakt

  • Prof. Franco Gervasoni, Präsident der Delegation hochschulpolitische Strategie und Koordination
    058 666 60 14
  • Dr. Martina Weiss, Generalsekretärin von swissuniversities
    031 335 07 40

Medienmitteilung, 1. Februar 2017