Multilaterale Konventionen

Die Schweiz ist den Hochschulkonventionen des Europarates und der UNESCO 1991 beigetreten, dies allerdings mit einem Vorbehalt bezüglich der kantonalen Bildungshoheit. Da bei der seinerzeit vor der Unterzeichnung durchgeführten Konsultation auch alle kantonalen Universitäten ihre Zustimmung gegeben haben, sind heute jedoch alle schweizerischen Hochschulen angehalten, die Bestimmungen dieser Konventionen zu beachten. Einen eigentlichen internationalen Sanktionsmechanismus bei Nichteinhaltung dieser Vereinbarungen gibt es allerdings nicht. Die Durchführungskontrolle beschränkt sich auf periodische nationale Berichterstattungen über die Anwendung der verschiedenen Konventionen.

1997 haben der Europarat und die UNESCO eine gemeinsame Hochschulkonvention verabschiedet (Lissabonner Konvention). Die Schweiz ist dieser Konvention am 24.3.98 beigetreten. Die Lissaboner Konvention wird zu gegebener Zeit alle bisherigen entsprechenden Konventionen dieser beiden Organisationen ablösen.

Multilaterale Hochschulkonventionen, Erklärungen und Empfehlungen des Europarates

Gemeinsame multilaterale Hochschulkonvention des Europarates und der UNESCO: Konvention über die Anerkennung von Hochschulqualifikationen in den Staaten der Region Europa (Nr. 165, 1997) (sogenannte «Lissabonner Konvention»)

Multilaterale Hochschulkonvention und Empfehlung der UNESCO: Konvention über die Anerkennung von Hochschulstudien, Universitätsdiplomen und akademischen Graden in den Staaten der Region Europa (1979)