Open Access

Das Konzept Open Access entwickelt sich international seit zehn Jahren stark und viele Länder verfolgen diesbezüglich eine klare Politik. Open Access Praktiken gewinnen weltweit an Bedeutung: sie sind Ausdruck davon, dass öffentlich finanzierte Forschungsergebnisse ein öffentliches Gut darstellen, das nur dann vollumfänglich genutzt werden kann, wenn alle freien und unbeschränkten Zugang dazu haben.

Die Plenarversammlung von swissuniversities, der Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen, hat am Dienstag, 31. Januar 2017 eine nationale Open Access Strategie verabschiedet.

Die Open Access Strategie enthält die Vision, dass bis im Jahr 2024 alle öffentlich finanzierten Publikationen frei zugänglich sein müssen. Allgemein ist es erwünscht, dass 2024 alle wissenschaftlichen Publikationen in der Schweiz Open Access zur Verfügung stehen. Diese Vision orientiert sich an den aktuellen europäischen Modellen. Um diese Vision umzusetzen, wurden verschiedene Aktionsfelder festgelegt, die darauf abzielen, die Open Access Praktiken in der Schweiz abzugleichen, die Verhandlungen mit den Verlagen und die Anreize bei den Forschenden zu stärken sowie neue Publikationsarten zu prüfen. Die Finanzflussanalyse im Bereich der wissenschaftlichen Publikationen, die von englischen Experten im Auftrag des SNF und des Programms "Wissenschaftliche Information" von swissuniversities durchgeführt wurde, empfiehlt ein pragmatisches und flexibles Modell.

Ausarbeitung eines Aktionsplans

Im Frühling 2017 wird von swissuniversities in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Partnern (SNF, SBFI, Hochschulbibliotheken; vertreten in einer Arbeitsgruppe) ein Aktionsplan erstellt, der nach einer Analyse und Konsultationsphase im Herbst definitiv verabschiedet werden soll. Die Ausarbeitung des Aktionsplans besteht aus folgenden Schritten:

  1. Grundkonzeption
  2. Workshops
  3. Ausarbeitung des Aktionsplans
  4. Konsultation bei den Hochschulen
  5. Kommunikation und nationale Konferenz

Zeitplan:

  • Juni 2017: Konsultation des Aktionsplans bei den Hochschulen
  • 14. September 2017: Präsentation / Genehmigung des Aktionsplans durch den Vorstand von swissuniversities
  • September 2017: Konferenz nationale Open Access Strategie
  • 23. November 2017: Präsentation / Verabschiedung des Aktionsplans und der nationalen Strategie durch den Hochschulrat

Bisherige Schritte:

  • 23. Februar 2017: Kenntnisnahme der nationalen Strategie durch den Hochschulrat der Schweizerischen Hochschulkonferenz (SHK)
  • 31. Januar 2017: Verabschiedung der nationalen Strategie durch die Plenarversammlung von swissuniversities
  • 14. Dezember 2016: Genehmigung der nationalen Strategie durch den Vorstand von swissuniversities
  • Ende November 2016: Rückmeldungen der Konsultation und Übergabe an den Vorstand
  • Ende Oktober bis Mitte November 2016: Konsultation bei den Hochschulen
  • 21. Oktober 2016: Genehmigung des Enwurfs der nationalen Strategie durch die Delegation hochschulpolitische Strategie und Koordination
  • 27. September 2016: Genehmigung des konsolidierten Entwurfs der nationalen Strategie durch die Arbeitsgruppe Open Access
  • 16. September 2016: Präsentation des Entwurfs der nationalen Strategie in der Delegation Forschung
  • 13. September 2016: Präsentation des Entwurfs im Präsidium des SNF Forschungsrats
  • Ab 8. September 2016: informelle Konsulation bei strategischen Partnern (EDK, KUB, SWIR, SAGW)
  • 7. September 2016: Präsentation des Entwurfs der nationalen Strategie im Vorstand von swissuniversities
  • 31. August 2016: Genehmigung des Entwurfs der nationalen Strategie durch die Arbeitsgruppe Open Access
  • Juli-August 2016: Erarbeitung eines Entwurfs der nationalen Strategie (SNF/swissuniversities)
  • 14.-15. Juni 2016: Diskussion und Genehmigung des Konzepts durch die Delegation hochschulpolitische Strategie und Koordination und den Vorstand von swissuniversities