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Prüfung der Gleichwertigkeit

Die Fachhochschulen prüfen, ob eine Gleichwertigkeit mit folgenden Diplomen entspricht:

mit Berufs- oder Fachmaturität

Der ausländische Studienberechtigungsausweis sollte

  • im ausstellenden Land einen Abschluss auf Sekundarstufe II darstellen, der den Zugang zu einer Ausbildung auf Hochschulniveau im Berufsbildungsbereich ermöglicht;
  • in einem mindestens dreijährigen Ausbildungsgang auf Sekundarstufe II erworben worden sein;
  • einen angemessenen Anteil an allgemeinbildenden Fächern aufweisen;
  • eine Erfahrung aus dem Gebiet des gewählten Studiengangs dokumentieren, die der Arbeitswelterfahrung entspricht.

mit gymnasialer Maturität und Arbeitswelterfahrung

  • Siehe die Länderliste des Swiss ENIC mit den Zulassungsbedingungen der Universitäten für Studierende mit einem ausländischen gymnasialen Reifezeugni
  • Der ausländische Studienberechtigungsausweis muss gemäss Empfehlungen der CRUS vom 7. September 2007 für die Bewertung ausländischer Reifezeugnisse
    • im ausstellenden Land den höchstmöglichen Sekundarstufe-II-Abschluss darstellen;
    • im ausstellenden Land den allgemeinen Zugang zum universitären Studium ermöglichen;
    • in einem mindestens dreijährigen Ausbildungsgang auf Sekundarstufe II erworben worden sein;
    • einen breit gefächerten allgemeinbildenden Fächerkanon aufweisen.
  • Gegebenenfalls muss ein Studienplatzes nachgewiesen werden. Kann dieser nicht nachgewiesen werden, besteht für Studierende mit einem Zeugnis aus einem Lissabonner Signatarstaat die Möglichkeit, an einer zentralen Ergänzungsprüfung (ECUS) teilzunehmen.
  • Für Studierende mit einem Reifezeugnis, das einer gymnasialen Maturität gleichwertig ist, aber aus einem Land stammt, das nicht dem Geltungsbereich der Lissabonner Konvention unterliegt, besteht die Möglichkeit an einer zentralen Ergänzungsprüfung (ECUS) teilzunehmen.
  • Im Bereich der Künste müssen Studieninteressierte zusätzlich eine Eignungsabklärung über die für das Studium notwendigen Fähigkeiten bestehen. Diese ersetzt den Nachweis einer mindestens einjährigen Arbeitswelterfahrung.

Inhaber anderer Abschlüsse: Aufnahmeprüfung

Inhaber anderer Abschlüsse können zur Aufnahmeprüfung (Art. 4 Abs. 2 WBF-Zulassungsverordnung) zugelassen werden. Voraussetzung ist, dass es sich um einen Abschluss handelt, der im Herkunftsland als Studienberechtigungsausweis gilt und eine mindestens 3-jährige Ausbildung auf Sekundarstufe II umfasst.
Die Fachhochschulen entscheiden, ob sie die Aufnahmeprüfung anbieten. Im Verfahren der Aufnahmeprüfung wird die fachbezogene Allgemeinbildung hinsichtlich der Studierfähigkeit in einem bestimmten Fachhochschulstudiengang geprüft.