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Knowledge Security und Open Science: Neuer Bericht

Angesichts eines sich verändernden geopolitischen Umfelds wird es zunehmend wichtiger, Wissen zu schützen. Gleichzeitig ist eine vernetzte, innovative und wettbewerbsfähige Forschung darauf angewiesen, dass Wissen möglichst frei und mit wenigen Barrieren zirkulieren kann. Wie sich diese beiden Ansprüche vereinen lassen, zeigt ein neuer Bericht im Auftrag von swissuniversities.

Im Rahmen des Programms Open Science II hat swissuniversities ein Team aus Expertinnen und Experten der Universität Bern, des CSS der ETH Zürich und der HES-SO beauftragt, Wege aufzuzeigen, wie Knowledge Security (dt. Wissenssicherheit) und Open Science zusammengedacht werden können. Der Bericht untersucht Risiken für die Wissenssicherheit im Zusammenhang mit Open Science. Dazu zeigt er die regulatorischen Rahmenbedingungen für Knowledge Security und Open Science in der Schweiz und Europa auf und nennt Faktoren, anhand derer sich die Risiken für die Wissenssicherheit innerhalb eines Projekts beurteilen lassen. Ein Faktor ist beispielsweise der strategische Wert von Forschungsinhalten – sei es für die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, den wissenschaftlichen Fortschritt oder militärische Anwendungen. Strategisch wertvolle Inhalte sind besonders anfällig für Missbrauch.

Praktische Empfehlungen und spezialisierte Einheiten

Neben Hilfestellungen für die Risikobeurteilung enthält der Bericht eine «Toolbox» mit zahlreichen unverbindlichen Handlungsempfehlungen. Sie soll die Hochschulen dabei unterstützen, Risiken für die Wissenssicherheit zu minimieren. Ein konkreter Ansatz besteht beispielsweise darin, bei internationalen Forschungskooperationen frühzeitig zu prüfen, welche Daten, Technologien und Fachkenntnisse ausgetauscht werden und ob diese als sensibel einzustufen sind. Auf dieser Grundlage können geeignete Schutzmassnahmen festgelegt werden, die eine verantwortungsvolle Zusammenarbeit ermöglichen und sensible Wissensbestände schützen. 

Als weiteres Beispiel schlägt der Bericht – in Übereinstimmung mit dem im November 2025 von der SHK genehmigten Bericht von swissuniversities zu Knowledge Security – vor, an den Hochschulen spezialisierte Einheiten einzurichten oder Fachpersonen einzusetzen. Diese beraten Forschende bei der Veröffentlichung ihrer Arbeit, managen Daten und prüfen Risiken frühzeitig. Bei sensiblen Themen übernehmen sie eine vertiefte Risikoanalyse und achten auf die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen. So wird Wissenssicherheit während des gesamten Forschungsprozesses mitgedacht.

Nur wenn Wissenssicherheit und Open Science miteinander vereinbart werden, kann die Schweizer Forschung verantwortungsvoll, sicher und wettbewerbsfähig bleiben.

Den vollständigen Bericht und das Toolkit finden Sie hier.

Die Inhalte geben die Sicht der Autorinnen und Autoren wieder; sie stellen weder eine Position von swissuniversities noch der beteiligten Hochschulen dar.

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In der Dokumentation (oben rechts) finden sich sämtliche Publikationen, Positionen und Dokumente von swissuniversities.