Als Reaktion auf das Eindringen von Polizeikräften in die Universität Belgrad am 31. März 2026 möchte der Vorstand der Europäischen Universitätsvereinigung (EUA) seine tiefe Besorgnis über diese Entwicklungen und deren negative Auswirkungen auf die Universitäten in Serbien zum Ausdruck bringen. swissuniversities ist Mitglied der EUA und unterstützt diese Erklärung.
Das akademische Leben in Serbien ist seit Beginn der massiven Studierendenproteste und Campusblockaden im November 2024 durch - häufig von Gewalt begleitete - Konflikte zwischen den Universitätsgemeinschaften und der serbischen Regierung tiefgreifend beeinträchtigt worden.
Der EUA-Vorstand stellt mit grosser Besorgnis fest, dass Universitäten und ihre Gemeinschaften weiterhin unzulässigem Druck und Bedrohungen ausgesetzt sind, wie bereits in einer Erklärung vom Juli 2025 hervorgehoben wurde. Die institutionelle Autonomie ist eine Voraussetzung dafür, dass Universitäten ihre vielfältigen Aufgaben erfüllen können. Ihre fortlaufende Aushöhlung wird sich kurz- und langfristig nachteilig auf das akademische Leben und die Gesellschaft insgesamt auswirken.
Der EUA-Vorstand erneuert daher seinen Aufruf zu einem konstruktiven Dialog zwischen dem Hochschulsektor und der serbischen Regierung, um die derzeitige unhaltbare Situation zu entschärfen und letztendlich zu lösen. Darüber hinaus bekundet die Vereinigung ihre Solidarität mit allen betroffenen Institutionen und Personen innerhalb der serbischen Hochschulgemeinschaft.