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Verlagsverhandlungen

Im Auftrag der Schweizer Hochschulen handelt das Konsortium der Schweizer Hochschulbibliotheken mit Verlagen Lizenzen für den Zugriff auf digitale Publikationen aus. An den Konsortiallizenzen für die grossen Wissenschaftsverlage sind fast alle Hochschulen beteiligt. Die Konsortiallizenzen mit Elsevier, Springer Nature und Wiley umfassen jährlich eine Summe von rund 22.4 Mio. Franken.

Anfang 2018 mandatierten die Hochschulen swissuniversities und das Konsortium, mit diesen Verlagen so genannte Read&Publish-Vereinbarungen auszuhandeln. Diese Verträge sichern den Zugriff auf die lizenzierten Zeitschriften eines Verlags. Zusätzlich integrieren sie die Kosten für die Open-Access-Publikation. Die Transformation zu Open Access soll für die Schweizer Hochschulen kostenneutral erfolgen.

Verhandlungsstrategie, Verhandlungsziele und die Zusammensetzung des Verhandlungsteams wurden von swissuniversities Anfang 2018 kommuniziert. Seit 2020 engagiert sich auch der Schweizerische Nationalfonds im erneuerten Verhandlungsteam.

Für weitere Informationen wie Factsheets und FAQ vergleiche die Links und die Downloads.

Elsevier

Mit Elsevier besteht eine Absichtserklärung  (Memorandum of Understanding) für den Abschluss eines  Read&Publish-Vertrags, der ab Januar 2020 gültig sein wird.  swissuniversities unterstützt die vereinbarten Rahmenbedingungen. Der  Vertrag wird bis Ende März 2020 zwischen den Parteien fertig  ausgehandelt. Die mit Elsevier Anfang 2019 aufgenommenen Verhandlungen  verlaufen konstruktiv und produktiv.

Springer Nature

Der bestehende Lizenzvertrag mit Springer Nature wurde 2018 um ein Jahr verlängert. Trotz gegenseitigem Bemühen gelang es 2019 nicht, sich über einen Read&Publish-Vertrag zu verständigen, der den Anforderungen des Mandats von swissuniversities entspricht.

Seit Januar 2020 haben die Schweizer Hochschulen bis auf weiteres keine Vereinbarung mit Springer Nature (vertragsloser Zustand). Davon betroffen sind die Titel von Springer, Adis, Palgrave, Nature Academic und Nature Branded inkl. Scientific American. Der Verlag hält den Zugang jedoch weiterhin offen. Inzwischen wurden die Verhandlungen wiederaufgenommen. Seit März 2020 besteht eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) für den Abschluss eines Read&Publish-Vertrags.

Wiley

Mit Wiley besteht eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding)  für den Abschluss eines Read&Publish-Vertrags. Die Verhandlungen mit  Wiley laufen 2020 weiter. Die heute an der Wiley-Lizenz beteiligten  Institutionen haben ein Angebot zur Verlängerung des bestehenden  Lizenzvertrags um ein Jahr zu unveränderten Bedingungen erhalten. Mit  der Verlängerung betonen beide Parteien die Fortsetzung des  konstruktiven Dialogs in Richtung einer vollständigen Umstellung auf  Open Access für alle Schweizer Hochschulen. Beide Seiten sind  zuversichtlich, die angestrebten Ziele zu erreichen.